Župnijska cerkev sv. Štefana
Stadt: Medvode
Die Župnijska cerkev sv. Štefana in Medvode (Gemeinde Sora) ist ein neoromantischer Kirchenbau des 19. Jahrhunderts und prägt das Erscheinungsbild des Ortes. Der Vorgängerbau der heutigen Kirche entstand bereits im 13. Jahrhundert oder spätestens 1470, als ihn der erste Bischof von Ljubljana, Sigismund von Lamberg, in der Woche nach dem Fest der Sieben Schmerzen (Schmerzensmutter) weihte. Jenes ältere Gebäude, das sich am heutigen Friedhofsgelände befand, wurde wiederholt umgebaut, bis Setzungen und Risse eine Sanierung unmöglich machten. Die vollständige Neuerrichtung folgte 1884 nach Plänen des Architekten Adolf Wagner. Baumeister Franz Faleschini führte die Arbeiten aus. Die Neoromantik prägt die Außenform mit charakteristischen Bogenfenstern und dem massiven Mauerwerk der Epoche. Die Kirche ist auch in der Literaturgeschichte Sloweniens präsent: Der Dichter und Publizist Valentin Vodnik wirkte 1784–1785 als Pfarrer in Sora, ebenso der Schriftsteller Fran Saleški Finžgar von 1908 bis 1918. Die Pfarrei Sora gehört heute zum Dekanat Kranj.