Sebilj-Brunnen
Stadt: Sarajevo
Der **Sebilj-Brunnen** (*Sebilj* von arabisch *sabīl*, öffentlicher Trinkbrunnen) steht im Zentrum des Baščaršija-Platzes in Sarajevo und gilt als eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt. Der oktogonale Holzpavilion wurde 1891 vom österreichisch-ungarischen Architekten Alexander Witek im pseudo-maurischen Stil errichtet und ersetzt einen älteren osmanischen Brunnen an derselben Stelle, der auf das 18. Jahrhundert zurückgeht.
Das Bauwerk steht auf einem mehrstufigen Steinsockel und ist mit einem geschwungenen, geschieferten Kuppeldach bekrönt. Die offene Holzkonstruktion zeigt reich gegliederte Bögen und ornamentale Schnitzereien, die Elemente der maurischen Architektur Nordafrikas und der andalusischen Tradition aufgreifen. Der Brunnen ist funktionsfähig: Besucher können aus den angebrachten Zapfhähnen Trinkwasser entnehmen. Die Gesamthöhe des Pavillons beträgt mehrere Meter; genaue Maße variieren je nach Quelle.
Die Entstehung des heutigen Bauwerks fällt in die Periode der österreichisch-ungarischen Verwaltung Bosniens (1878–1918), in der zahlreiche öffentliche Bauten Sarajevos im Stil des Historismus errichtet wurden. Witeks Entwurf verbindet den Historismus jener Epoche mit osmanischen Formzitaten und schafft so ein Gebäude, das die kulturelle Überschneidung von europäischer und islamischer Bautradition in Sarajevo symbolisch verdichtet.
Im kollektiven Stadtgedächtnis ist der Brunnen durch den Volksglauben verankert, dass derjenige, der aus ihm trinkt, nach Sarajevo zurückkehren wird — eine Überlieferung, die in lokalen Quellen häufig zitiert wird. Der Sebilj-Brunnen ist heute ein zentraler Treffpunkt im Baščaršija-Viertel, umgeben von Taubenschwärmen, Händlerläden und der Gazi-Husrev-Beg-Moschee in unmittelbarer Nähe. Die Baščaršija als Ganzes steht unter Denkmalschutz als historischer Stadtkern Sarajevos.
Der Platz ist zu Fuß vom restlichen Altstadtviertel unmittelbar erreichbar; die Straßenbahnlinie 3 hält in der Nähe der Baščaršija.
Das Bauwerk steht auf einem mehrstufigen Steinsockel und ist mit einem geschwungenen, geschieferten Kuppeldach bekrönt. Die offene Holzkonstruktion zeigt reich gegliederte Bögen und ornamentale Schnitzereien, die Elemente der maurischen Architektur Nordafrikas und der andalusischen Tradition aufgreifen. Der Brunnen ist funktionsfähig: Besucher können aus den angebrachten Zapfhähnen Trinkwasser entnehmen. Die Gesamthöhe des Pavillons beträgt mehrere Meter; genaue Maße variieren je nach Quelle.
Die Entstehung des heutigen Bauwerks fällt in die Periode der österreichisch-ungarischen Verwaltung Bosniens (1878–1918), in der zahlreiche öffentliche Bauten Sarajevos im Stil des Historismus errichtet wurden. Witeks Entwurf verbindet den Historismus jener Epoche mit osmanischen Formzitaten und schafft so ein Gebäude, das die kulturelle Überschneidung von europäischer und islamischer Bautradition in Sarajevo symbolisch verdichtet.
Im kollektiven Stadtgedächtnis ist der Brunnen durch den Volksglauben verankert, dass derjenige, der aus ihm trinkt, nach Sarajevo zurückkehren wird — eine Überlieferung, die in lokalen Quellen häufig zitiert wird. Der Sebilj-Brunnen ist heute ein zentraler Treffpunkt im Baščaršija-Viertel, umgeben von Taubenschwärmen, Händlerläden und der Gazi-Husrev-Beg-Moschee in unmittelbarer Nähe. Die Baščaršija als Ganzes steht unter Denkmalschutz als historischer Stadtkern Sarajevos.
Der Platz ist zu Fuß vom restlichen Altstadtviertel unmittelbar erreichbar; die Straßenbahnlinie 3 hält in der Nähe der Baščaršija.