Minoritski samostan Matere Božje
Stadt: Ptujska Gora
Das Minoritenkloster Mutter Gottes thront auf einem markanten Hügel bei Ptuj in der Region Mittleres Ostslowenien. Der Wallfahrtsort entstand im 14. Jahrhundert um eine Marienkapelle, die Minoritenbrüder siedelten sich später an und prägten das Klosterleben bis zu ihrer Vertreibung während der Reformation. Das heutige Kloster mit seinem barocken Kern stammt größtenteils aus dem 17. Jahrhundert und wurde nach den Krisenzeiten des 16. Jahrhunderts wiederhergestellt. Die Pfarrkirche zeigt Merkmale der regionalen Barockarchitektur mit charakteristischen Elementen, die an die Jesuitenkunst Kärntens erinnern. Der weiße Anstrich und das schlichte Äußere prägen das Erscheinungsbild bis heute. Das Kloster blickt auf eine lange Tradition als Wallfahrtsstätte zurück, besonders zur Mariä Himmelfahrt am 15. August. Die Besucher erreichen den Ort über einen kurvenreichen Aufstieg vom historischen Ptuj, das nur wenige Kilometer entfernt liegt. Von der Anhöhe bietet sich ein weiter Blick über die flache Landschaft der Drau-Region. Die Minoriten bewirtschafteten zeitweise auch Weingärten auf den umliegenden Hängen – eine Tradition, die in dieser Gegend bis heute nachwirkt. Das Kloster funktioniert als aktive Pfarrgemeinde und empfängt Besucher zu den liturgischen Zeiten.