Lateinerbrücke (Latinska Ćuprija)
Stadt: Sarajevo
Die **Lateinerbrücke** (bosnisch: *Latinska Ćuprija*) ist eine osmanische Steinbrücke über den Fluss Miljacka im Zentrum von Sarajevo, Hauptstadt der Föderation Bosnien und Herzegowina (GPS: 43.858, 18.4291). Die Brücke erlangte welthistorische Bedeutung, als am 28. Juni 1914 auf dem nahe gelegenen Uferweg der österreichisch-ungarische Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand und seine Gemahlin Sophie von dem bosnisch-serbischen Nationalisten Gavrilo Princip erschossen wurden — ein Attentat, das als unmittelbarer Auslöser des Ersten Weltkriegs gilt.
Die Brücke stammt aus dem 16. Jahrhundert und wurde im Zuge der osmanischen Stadtentwicklung Sarajevos errichtet. Der Name „Lateinerbrücke" geht auf das historische Viertel der lateinischen (katholischen) Händler zurück, das sich in diesem Bereich der Stadt befand. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Brücke mehrfach beschädigt und rekonstruiert; ihre heutige Erscheinungsform spiegelt osmanische Bautradition in Stein wider.
Die Brücke überspannt die Miljacka mit mehreren Bogenöffnungen und ist aus lokalem Stein gefügt. Sie verbindet das nördliche mit dem südlichen Ufer des Flusses im östlichen Altstadtbereich, in unmittelbarer Nähe zur Baščaršija. Die Konstruktion entspricht dem für osmanische Brückenbauten typischen Bogenmauerwerk mit flacher Fahrbahn.
Unmittelbar an der Nordseite der Brücke befindet sich das **Museum Sarajevo 1878–1918**, das in dem Eckgebäude untergebracht ist, in dessen Nähe das Attentat stattfand. Das Museum dokumentiert die Ereignisse des 28. Juni 1914 sowie die Geschichte Sarajevos unter österreichisch-ungarischer Verwaltung. Eine Bodenmarkierung am Ufer bezeichnet den historisch überlieferten Standort des Attentäters. Die Lateinerbrücke ist als nationales Kulturdenkmal klassifiziert und zählt zu den meistbesuchten historischen Stätten Sarajevos. Der Zugang ist kostenfrei und ganzjährig möglich. Fußläufig ist die Brücke vom Sebilj-Brunnen der Baščaršija in wenigen Minuten erreichbar.
Die Brücke stammt aus dem 16. Jahrhundert und wurde im Zuge der osmanischen Stadtentwicklung Sarajevos errichtet. Der Name „Lateinerbrücke" geht auf das historische Viertel der lateinischen (katholischen) Händler zurück, das sich in diesem Bereich der Stadt befand. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Brücke mehrfach beschädigt und rekonstruiert; ihre heutige Erscheinungsform spiegelt osmanische Bautradition in Stein wider.
Die Brücke überspannt die Miljacka mit mehreren Bogenöffnungen und ist aus lokalem Stein gefügt. Sie verbindet das nördliche mit dem südlichen Ufer des Flusses im östlichen Altstadtbereich, in unmittelbarer Nähe zur Baščaršija. Die Konstruktion entspricht dem für osmanische Brückenbauten typischen Bogenmauerwerk mit flacher Fahrbahn.
Unmittelbar an der Nordseite der Brücke befindet sich das **Museum Sarajevo 1878–1918**, das in dem Eckgebäude untergebracht ist, in dessen Nähe das Attentat stattfand. Das Museum dokumentiert die Ereignisse des 28. Juni 1914 sowie die Geschichte Sarajevos unter österreichisch-ungarischer Verwaltung. Eine Bodenmarkierung am Ufer bezeichnet den historisch überlieferten Standort des Attentäters. Die Lateinerbrücke ist als nationales Kulturdenkmal klassifiziert und zählt zu den meistbesuchten historischen Stätten Sarajevos. Der Zugang ist kostenfrei und ganzjährig möglich. Fußläufig ist die Brücke vom Sebilj-Brunnen der Baščaršija in wenigen Minuten erreichbar.