Klišević-Turm
Stadt: Bihać
## Klišević-Turm
Der Klišević-Turm ist ein osmanisch-zeitlicher Wehrturm in der Ortschaft Klišević bei Bihać im Una-Sana-Kanton im Nordwesten Bosnien-Herzegowinas. Die Anlage liegt auf den Koordinaten 44,8147° N / 16,05° O und ist Teil der historischen Verteidigungslinie entlang der bosnischen Krajina.
### Geschichte
Der Turm wurde zwischen dem Ende des Großen Türkenkriegs (1683–1699) und dem Friedensschluss von Karlowitz 1699 errichtet — einer Phase, in der das Osmanische Reich seine Nordwestgrenze neu befestigte und sicherte. Er bildete ein Glied der Verteidigungskette Bihać–Sokolac–Klišević–Orašac–Ostrovica, die zum militärisch-administrativen System der bosnischen Kapetanate gehörte. Das Bauwerk befand sich im Eigentum der Familie Kulenović, einer einflussreichen lokalen Adelsdynastie (auch als Haračlije bekannt), die mehrere Kapetanate in der Region kontrollierte.
### Architektur und Baumaterial
Der Turm ist vierstöckig und aus Kalkstein errichtet — dem in der Region vorherrschenden Baumaterial des Dinarischen Karstes. Fenster und Eingang sind mit Tuffstein eingefasst, der aus dem nahen Fluss Una gewonnen wurde. Diese Verbindung von Kalkstein als Hauptbaumasse und bearbeitetem Una-Tuffstein als Fassungsmaterial ist charakteristisch für die lokale Wehrbauarchitektur dieser Epoche. Über genaue Maße des Turms liegen in öffentlich zugänglichen Quellen keine gesicherten Angaben vor.
### Einordnung und Bedeutung
Im Kontext des NP Una und der Kulturlandschaft Krajina repräsentiert der Klišević-Turm die osmanische Grenzbefestigungsarchitektur des späten 17. Jahrhunderts. Die Verteidigungslinie, zu der er gehört, ist historisch bedeutsam für das Verständnis der militärischen Raumordnung zwischen Habsburgischem Reich und Osmanischem Reich in der Region. Zusammen mit den Befestigungen Ostrovica, Orašac und Havala bildet der Turm ein Ensemble, das von Historikern als Beleg für das Captaincy-System der Krajina herangezogen wird. Der Erhaltungszustand sowie ein etwaiger formaler Denkmalschutzstatus sollten vor einer Besichtigung lokal geprüft werden (Stand 2026).
Der Klišević-Turm ist ein osmanisch-zeitlicher Wehrturm in der Ortschaft Klišević bei Bihać im Una-Sana-Kanton im Nordwesten Bosnien-Herzegowinas. Die Anlage liegt auf den Koordinaten 44,8147° N / 16,05° O und ist Teil der historischen Verteidigungslinie entlang der bosnischen Krajina.
### Geschichte
Der Turm wurde zwischen dem Ende des Großen Türkenkriegs (1683–1699) und dem Friedensschluss von Karlowitz 1699 errichtet — einer Phase, in der das Osmanische Reich seine Nordwestgrenze neu befestigte und sicherte. Er bildete ein Glied der Verteidigungskette Bihać–Sokolac–Klišević–Orašac–Ostrovica, die zum militärisch-administrativen System der bosnischen Kapetanate gehörte. Das Bauwerk befand sich im Eigentum der Familie Kulenović, einer einflussreichen lokalen Adelsdynastie (auch als Haračlije bekannt), die mehrere Kapetanate in der Region kontrollierte.
### Architektur und Baumaterial
Der Turm ist vierstöckig und aus Kalkstein errichtet — dem in der Region vorherrschenden Baumaterial des Dinarischen Karstes. Fenster und Eingang sind mit Tuffstein eingefasst, der aus dem nahen Fluss Una gewonnen wurde. Diese Verbindung von Kalkstein als Hauptbaumasse und bearbeitetem Una-Tuffstein als Fassungsmaterial ist charakteristisch für die lokale Wehrbauarchitektur dieser Epoche. Über genaue Maße des Turms liegen in öffentlich zugänglichen Quellen keine gesicherten Angaben vor.
### Einordnung und Bedeutung
Im Kontext des NP Una und der Kulturlandschaft Krajina repräsentiert der Klišević-Turm die osmanische Grenzbefestigungsarchitektur des späten 17. Jahrhunderts. Die Verteidigungslinie, zu der er gehört, ist historisch bedeutsam für das Verständnis der militärischen Raumordnung zwischen Habsburgischem Reich und Osmanischem Reich in der Region. Zusammen mit den Befestigungen Ostrovica, Orašac und Havala bildet der Turm ein Ensemble, das von Historikern als Beleg für das Captaincy-System der Krajina herangezogen wird. Der Erhaltungszustand sowie ein etwaiger formaler Denkmalschutzstatus sollten vor einer Besichtigung lokal geprüft werden (Stand 2026).