Kamšt
Die Idrijska kamšt stellt ein technisches Denkmal dar, das die industrielle Geschichte des Quecksilberbergbaus in der slowenischen Region Idrija dokumentiert. Dabei handelt es sich um eine wasserbetriebene Pumpanlage, die im Idrija-Bergwerk zum Entwässern der Grubenräume diente. Das Herzstück dieser Konstruktion ist eines der größten hölzernen Wasserräder Europas, das durch Wasserkraft angetrieben die Pumpmechanik in Bewegung setzte. Die Bezeichnung kamšt leitet sich vom deutschen Wort "Kunst" ab und war eine charakteristische Einrichtung der Idrija-Bergwerke. Solche Systeme waren essentiell für die Bewältigung des Wasserzuflusses, der beim Abbau in die Grubenräume eindrang. Das konstruktive Prinzip, Wasserkraft zur Druckwasserförderung zu nutzen, war für Bergbauregionen des Alpenraums typisch. Das Museum präsentiert die historischen Hintergründe des Quecksilberabbaus und die technologischen Lösungen, die über Jahrhunderte angewendet wurden. Die Idrija-Region war vom 16. bis zum 20. Jahrhundert einer der wichtigsten europäischen Quecksilberproduzenten. Die kamšt symbolisiert die Ingenieurskunst jener Epoche und deren Abhängigkeit von natürlichen Energiequellen vor der industriellen Ära.