Hotel Igman (verlassen)
Stadt: Igman
## Hotel Igman (verlassen)
Das Hotel Igman ist ein verlassenes Hotelgebäude auf der Igman-Hochebene, rund 45 Kilometer südwestlich von Sarajevo in der Föderationseinheit Bosna i Hercegovina, gelegen auf etwa 43.7494° N, 18.2706° O. Das Gebäude wurde 1983 im Zusammenhang mit den Vorbereitungen für die Olympischen Winterspiele 1984 in Sarajevo errichtet, die auf dem Berg Igman sowie dem benachbarten Bjelašnica ausgetragen wurden. Es sollte als Unterkunfts- und Infrastruktureinrichtung für den Olympiabetrieb dienen.
Während des Bosnienkrieges (1992–1995) wurde das Hotel schwer beschädigt. Die Igman-Hochebene war in dieser Zeit militärisch bedeutsam, da sie einen strategischen Korridor zur belagerten Stadt Sarajevo darstellte. Das Gebäude wurde nach Kriegsende nicht wiederaufgebaut und blieb dauerhaft geschlossen.
Das Gebäude zeigt heute den typischen Zustand eines seit Jahrzehnten unbewohnten Bauwerks: eingestürzte Decken, zerbrochenes Glas, freiliegende Betonkonstruktionen und Spuren von Vandalismus. Architektonisch entspricht das Objekt dem funktionalistischen Baustil der jugoslawischen Spätmoderne der 1980er-Jahre — charakteristisch für Betonfertigbauweise, schlichte Fassaden und die für Olympia-Infrastruktur typischen großvolumigen Gebäudekörper. Vegetation hat Teile des Gebäudes zurückerobert.
Der Standort hat sich in der Lost-Place-Fotografie und der Urban-Exploration-Szene als bekanntes Motiv etabliert. Das Objekt verbindet zwei historische Bezüge: die heute verblasste Euphorie der Olympischen Spiele 1984 — der letzten Winterspiele im sozialistischen Jugoslawien — und die Zerstörung durch den Krieg wenige Jahre danach. Der Zutritt erfolgt auf eigene Gefahr; das Gebäude ist nicht gesichert. Eine staatliche Unterschutzstellung oder offizielle touristische Erschließung besteht nicht (Stand 2026). Der Bereich Igman ist wie viele Kriegsgebiete in BiH potenziell minenbelastet — das Verlassen befestigter Wege und bekannter Pfade ist grundsätzlich nicht ratsam.
Das Hotel Igman ist ein verlassenes Hotelgebäude auf der Igman-Hochebene, rund 45 Kilometer südwestlich von Sarajevo in der Föderationseinheit Bosna i Hercegovina, gelegen auf etwa 43.7494° N, 18.2706° O. Das Gebäude wurde 1983 im Zusammenhang mit den Vorbereitungen für die Olympischen Winterspiele 1984 in Sarajevo errichtet, die auf dem Berg Igman sowie dem benachbarten Bjelašnica ausgetragen wurden. Es sollte als Unterkunfts- und Infrastruktureinrichtung für den Olympiabetrieb dienen.
Während des Bosnienkrieges (1992–1995) wurde das Hotel schwer beschädigt. Die Igman-Hochebene war in dieser Zeit militärisch bedeutsam, da sie einen strategischen Korridor zur belagerten Stadt Sarajevo darstellte. Das Gebäude wurde nach Kriegsende nicht wiederaufgebaut und blieb dauerhaft geschlossen.
Das Gebäude zeigt heute den typischen Zustand eines seit Jahrzehnten unbewohnten Bauwerks: eingestürzte Decken, zerbrochenes Glas, freiliegende Betonkonstruktionen und Spuren von Vandalismus. Architektonisch entspricht das Objekt dem funktionalistischen Baustil der jugoslawischen Spätmoderne der 1980er-Jahre — charakteristisch für Betonfertigbauweise, schlichte Fassaden und die für Olympia-Infrastruktur typischen großvolumigen Gebäudekörper. Vegetation hat Teile des Gebäudes zurückerobert.
Der Standort hat sich in der Lost-Place-Fotografie und der Urban-Exploration-Szene als bekanntes Motiv etabliert. Das Objekt verbindet zwei historische Bezüge: die heute verblasste Euphorie der Olympischen Spiele 1984 — der letzten Winterspiele im sozialistischen Jugoslawien — und die Zerstörung durch den Krieg wenige Jahre danach. Der Zutritt erfolgt auf eigene Gefahr; das Gebäude ist nicht gesichert. Eine staatliche Unterschutzstellung oder offizielle touristische Erschließung besteht nicht (Stand 2026). Der Bereich Igman ist wie viele Kriegsgebiete in BiH potenziell minenbelastet — das Verlassen befestigter Wege und bekannter Pfade ist grundsätzlich nicht ratsam.