Grad Štatenberg
Štatenberg war eine Burg in der Gemeinde Makole, die auf einem steilen Hügel in etwa 448 Metern Höhe über dem Ortsteil Stari Grad südlich von Makole thronte. Das Bauwerk wird erstmals 1241 in historischen Dokumenten erwähnt, was auf eine Gründung im Hochmittelalter hindeutet. Die Burg bestand aus Muschelkalk, einem regional verfügbaren Gestein, das auch für andere Befestigungen in dieser Region verwendet wurde. Im 18. Jahrhundert verfiel die Anlage zusehends. Zwischen 1720 und 1740 wurde Štatenberg aufgegeben und der Verwitterung überlassen. Heute sind von der einstigen Festung nur noch bescheidene Ruinen zu sehen, die im Wald am Steilhang teilweise überwachsen sind. Der Standort auf der erhöhten Position ließ die Burg strategisch wichtig erscheinen – sie kontrollierte vermutlich Handelswege durch die Region. Der Ort liegt in Nordostslowenien, einer historisch bedeutenden Zone zwischen verschiedenen Herrschaftsbereichen. Die geringe Substanz macht Štatenberg heute weniger ein Ziel für Burgentouren als vielmehr ein Beispiel für den Verfallsprozess von Wehrbauten nach dem Übergang vom Mittelalter zur Frühen Neuzeit. Besucher benötigen Trittsicherheit und sollten sich der Einsturzgefahr bewusst sein.