Grad Pukštajn
Grad Pukštajn entstand um 1200 als Grenzbefestigung der Grafen von Andechs-Meranien im Übergang zwischen Mislinjska dolina und Dravska dolina. Die Burganlage sollte deren Herrschaftsgebiet in Slowenien sichern und war strategisch günstig auf einem Hügel positioniert. Nach einem verheerenden Brand im Jahr 1706 wurde die mittelalterliche Festung nicht wieder aufgebaut, und ihre Ruinen liegen heute am Hang des Pukštajnski hrib. Im 18. Jahrhundert errichtete man am Fuß des Hügels einen neuen Herrensitz, ebenfalls Pukštajn oder Bukovje genannt. Dieser Schloss ersetzt funktional die zerstörte Vorgängeranlage und prägt seither das Ortsbild. Der Weg zu den Burgtrümmern führt vom modernen Schloss in etwa zehn Minuten bergauf – eine gut machbare Wanderung für Besucher, die die Archäologie und Baugeschichte der Region nachvollziehen möchten. Die Ruinen zeigen typische Merkmale hochmittelalterlicher Wehrbaukunst und bieten Einblick in die politischen Machtverhältnisse zwischen den Alpen und der Ebene. Die Lage ermöglicht Blicke über beide Täler und verdeutlicht die einstige Kontrollfunktion dieser Grenzfestung im Netzwerk des Andechs-Meraniischen Herrschaftsgebiets.