Bosnische Pyramiden Visoko
Stadt: Visoko
Die **Bosnischen Pyramiden von Visoko** sind eine Gruppe pyramidenförmiger Hügel in der Stadt Visoko, etwa 30 Kilometer nordwestlich von Sarajevo in der Zentralbosnischen Kantonsregion der Föderation Bosnien und Herzegowina (GPS: 43.9806, 18.1722). Der markanteste Hügel, „Pyramide der Sonne" (Piramida Sunca) genannt, erreicht eine Höhe von rund 213 Metern. Das Areal wird seit 2005 als vermeintliche Pyramidenanlage touristisch vermarktet, gilt jedoch im wissenschaftlichen Konsens als natürliche geologische Formation.
Im Jahr 2005 erklärte der bosnisch-amerikanische Unternehmer und Amateurarchäologe Semir Osmanagić, in den Hügeln rund um Visoko die ältesten und größten Pyramiden der Welt entdeckt zu haben. Er benannte mehrere Erhebungen nach Himmelskörpern (Pyramide der Sonne, des Mondes, des Drachen). Seitdem wurden umfangreiche Grabungsarbeiten durchgeführt und ein touristisches Besucherzentrum etabliert. Die Ausgrabungsstätte zieht jährlich Besucher aus verschiedenen Ländern an.
Die geoarchäologische und geologische Forschungsgemeinschaft widerspricht der Pyramidenthese grundlegend. Internationale Geowissenschaftler — darunter Vertreter der European Association of Archaeologists (EAA), die 2006 eine offizielle Erklärung herausgab — stufen die Hügel als natürliche Schichtsedimentstrukturen ein, die durch geologische Prozesse im Pleistozän entstanden. Die vorgefundenen regelmäßigen Steinstrukturen werden als natürlich vorkommende Konglomerat- und Sandsteinschichten interpretiert. Bosnische Staatsarchäologen sowie internationale Fachgremien haben die archäologische Seriosität der Ausgrabungen wiederholt angezweifelt. Die angeblich gefundenen Tunnel (Ravne-Tunnels) werden als mittelalterliche Bergbaustollen eingeordnet.
Die Stätte hat dennoch einen festen Platz im Kulturtourismus Zentralbosniens eingenommen. Im Kontext von Visoko — einer Stadt mit dokumentierter mittelalterlicher Geschichte als Sitz der bosnischen Könige — bietet das Umfeld auch unabhängig von der Pyramidenthese historisches Potenzial. Der Eintritt für das Gelände einschließlich der Tunnel beträgt ca. 10 Euro (Stand 2026, vor Reise prüfen). Die Anreise erfolgt per Pkw in rund 30 Minuten ab Sarajevo.
Im Jahr 2005 erklärte der bosnisch-amerikanische Unternehmer und Amateurarchäologe Semir Osmanagić, in den Hügeln rund um Visoko die ältesten und größten Pyramiden der Welt entdeckt zu haben. Er benannte mehrere Erhebungen nach Himmelskörpern (Pyramide der Sonne, des Mondes, des Drachen). Seitdem wurden umfangreiche Grabungsarbeiten durchgeführt und ein touristisches Besucherzentrum etabliert. Die Ausgrabungsstätte zieht jährlich Besucher aus verschiedenen Ländern an.
Die geoarchäologische und geologische Forschungsgemeinschaft widerspricht der Pyramidenthese grundlegend. Internationale Geowissenschaftler — darunter Vertreter der European Association of Archaeologists (EAA), die 2006 eine offizielle Erklärung herausgab — stufen die Hügel als natürliche Schichtsedimentstrukturen ein, die durch geologische Prozesse im Pleistozän entstanden. Die vorgefundenen regelmäßigen Steinstrukturen werden als natürlich vorkommende Konglomerat- und Sandsteinschichten interpretiert. Bosnische Staatsarchäologen sowie internationale Fachgremien haben die archäologische Seriosität der Ausgrabungen wiederholt angezweifelt. Die angeblich gefundenen Tunnel (Ravne-Tunnels) werden als mittelalterliche Bergbaustollen eingeordnet.
Die Stätte hat dennoch einen festen Platz im Kulturtourismus Zentralbosniens eingenommen. Im Kontext von Visoko — einer Stadt mit dokumentierter mittelalterlicher Geschichte als Sitz der bosnischen Könige — bietet das Umfeld auch unabhängig von der Pyramidenthese historisches Potenzial. Der Eintritt für das Gelände einschließlich der Tunnel beträgt ca. 10 Euro (Stand 2026, vor Reise prüfen). Die Anreise erfolgt per Pkw in rund 30 Minuten ab Sarajevo.